Freitag, 13. Juli 2012

Auf nach Bolivien – Land Nr. 13

Nach einem guten Fruehstueck im Hostel mache ich mich auf den Weg aus der Millionenstadt Arequipa. Dank meinem I-Phone und der Kartenapp finde ich gut aus der Stadt heraus und schon bald dominieren nicht mehr Häuser den Horizont sondern die beiden Vulkane Misti und Chachani, die ich fast zur Hälfte umrunde. Von 2.300 Metern geht es in knapp zwei Tagen rauf auf 4.528 Meter. Hier oben liegt der aus einigen Hütten bestehende Ort “Crucero Alto”.
  
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Es gibt nur sehr wenige Hütten und Orte entlang der Strasse, aber die Landschaft im Nationalpark “Salinas-Aguada Blanca” ist mal wieder wunderschön. Es geht an kleinen und grossen Lagunen vorbei, in denen sich Flamingos finden und viele Vecunaherden grasen entlang der Strasse. Ich spüre deutlich die dünne Luft, denn meine Akklimatisation der letzten Wochen ist auf Meereshöhe schnell wieder verschwunden und mein Körper muss sich erneut an die Höhe gewöhnen. Ferner weht hier oben im Altiplano ein eisiger Wind und einen Tag zieht sich der Himmel so zu, dass es anfängt leicht zu schneien. Tagsüber fahre ich mit Daunenjacke und dicken Handschuhen, denn der Wind kuehlt einen so richtig aus. Abends ist es schwer, einen windgeschützten Platz für das Zelt zu finden, da es hier bis auf Steppengras und Steinen nicht viel gibt. Und obwohl mein Daunenschlafsack sehr warm ist, lasse ich in den Naechten so einige Sachen an, damit ich nicht frieren muss. Wasser und Batterien teilen sich mal wieder mit mir den Schlafsack.
   
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Nachdem ich den höchsten Punkt erreicht hatte, ging die Strasse im welligen auf und ab durch die Landschaft. Aber auch ebene Strecken mit Rückenwind liessen die Tageskilometer schnell anwachsen, so dass ich bis zum Titicacasee sehr gut vorangekommen bin. Den ersten Blick auf den See hatte ich in Puno – aber dass es jetzt so beeindruckend war, kann ich nicht behaupten. In Puno habe ich in einer “Plaza Real” (einem grossen Einkaufszentrum, die man überall in den grossen Städten Perus findet) meine Essenstasche mit guten Leckereien aufgefüllt und bin weiter. Die Strasse entfernte sich wieder vom See und er war für die nächsten 80km nicht mehr zu sehen. Erst ab “Juli” konnte man den See wieder sehen und die Strasse führte am See entlang. Ab hier würde ich den See dann auch als schön beschreiben. Ich war fast am Suedufer und konnte das Nordufer nicht sehen. Am Ostufer war bereits Bolivien und die schneebedeckten Berge der “Cordillera Real” ragten in der Ferne gigantisch in den Himmel.
   
IMG_1838     Panorama Lago Titicaca
Panorama Titicacasee
  
Yunguyo heisst der Grenzort in Peru – ich bekam meinen Ausreisestempel in den Pass und 200 Meter weiter begrüßte mich ein älterer Herr an der Strasse mit “Bienvenidos a Bolivia”. Kasani heisst der Grenzort auf der bolivianischen Seite – und auch hier gab es den Einreisestempel ohne großes Prozedere. Lediglich eine blaueTouristenkarte musste ich ausfuellen. Und eh ich mich versah, war ich im 13. Land meiner Reise angekommen. Beide Grenzorte sind verschlafen und ruhig und keine lästigen Geldwechsler bedrängten einen. Ich konnte in aller Ruhe mein Geld in einem “Casa de Gambio” wechseln und zur Feier des Tages gab es an der Grenze erst mal eine Cola und Schokolade. Mit dem Grenzübertritt wurde die Uhr auch um eine Stunde vorgestellt. Der Zeitunterschied zu Deutschland ist somit nur noch 6 Stunden.
   
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Dann ging es noch 8 hügelige Kilometer nach Copacabana, einem schonen aber sehr touristischen Ort direkt am Titicacasee. Ich hatte von anderen Reisenden gehört, dass Bolivien ein günstiges Reiseland ist. Wie günstig, habe ich dann in Copacabana erfahren. Nach den eisigen Campingnächten durfte es ein etwas besseres Hotel sein. Ich habe am ersten angehalten und nach dem Preis gefragt. Nicht einmal, nicht zweimal sondern dreimal – um auch sicher zu sein, dass ich das richtig verstanden hatte. Für umgerechnet 5,40 EUR habe ich dann in einem der besten Hotels des Orts genaechtigt. Alles neu und modern, warmes Wasser, Holzfussboden, TV und pikobello sauber. Ich war begeistert.
Nach einem Ruhetag ging es weiter in die Hauptstadt Boliviens – La Paz. Es ging weiter am Titicacasee entlang. An einer Engstelle musste ich mit einem Holzboot übersetzen. 5 Bolivianos hat die Überfahrt auf dem abenteuerlichen Schiff gekostet. Das die Dinger überhaupt auf dem Wasser geschwommen sind, war schon beachtlich, vorallem wenn man mal sieht, was die so alles geladen hatten.
  
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Die Cordillera Real wurde immer beeindruckender und die beiden Bergriesen Huayna Potosi (6.088m) und Nevado Illimani (6.439m) setzten sich immer mehr in Szene. So 30 km vor La Paz ging es dann los. Die Bebauung wurde immer dichter, der Verkehr immer mehr, die Dunstwolke der Autos stank zum Himmel. El Alto (Vorort von La Paz) war dann der Höhepunkt des Chaos. Ich habe schon viel Erlebt, aber der Verkehr hier hat mir echt den letzten Nerv geraubt. Collectivos (kleine Busse) fuhren, standen, kreuzten, jagten einfach überall. Einer “rammte” mich sogar und als ich schreiend auf der Strasse stand, schaute er mich nur komisch an – so nach dem Motto: was machst du auch hier mit deinem Fahrrad. Ueber die Autobahn ging es runter in den Schmelztiegel La Paz – auf etwas mehr wie 10km ging es gute 500 Hoehenmeter runter. Die Hauptstadt Boliviens ist gross, geschaeftig, voll und unruhig. Viel Verkehr verstopft die Strassen. Der einzige Lichtblick: Die Casa de Ciclista von Cristian. Hier bin ich untergekommen und teile mir das Haus mit 4 anderen Radfahrern. Mal schauen, wie lange ich hier bleibe….
  
Panorama La Paz
    
   
Und sonst:
  
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Ein LKW mit “Gloria” Dosenmilch ist in einer Kurve umgekippt. Die Einheimischen hat es gefreut – denn es gab Dosenmilch ohne Ende.



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Zwei riesige Inka-Koepfe bewachen die Strasse und schauen auf den Asphalt. Erinnert mich irgendwie an “Die unendliche Geschichte”, wo Atreiu mit seinem Pferd mitten durch die zwei Steinfiguren reiten muss, aus deren Augen toedliche Strahlen kommen.

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Getreide wird zum trocknen aufgestellt – wie vor 70 Jahren bei uns auch. Und die Hirten gehen mit ihren Kuehen, Schafen oder Schweinen an der Leine raus zu den Plaetzen, wo die Tiere Futter finden.



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In Peru seinen Weg zu finden, ist nicht immer einfach. Es gibt kaum Schilder oder Wegweiser. Vorallem in den Staedten sucht man nach Strassennamen manchmal vergebens. Da hilft nur eines: Fragen. Aber die Peruaner kennen sich in ihrem Land gut aus und helfen gerne.

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Camping mit Blick auf den Huayna Potosi im Sonnenuntergang.




    

Dienstag, 10. Juli 2012

1.000km zum 19.


1.000km zum 19. - 07.07.2012 um 08:39 Uhr
Peru, an der Laguna Lagunillas auf ca. 4.300 Metern.

PS: Bin übrigens heute in Bolivien angekommen - Land Nummer 13. Grenzübertritt verlief ohne Probleme.
   

Donnerstag, 5. Juli 2012

Von Pisco nach Arequipa


2007 gab es ein großes Erdbeben in Pisco, dass fast 80% der Stadt zerstört hat. In der grossen Kirche starben während einer Messe allein über 250 Menschen, als der Bau in sich zusammenbrach. Als ich in Pisco angekommen bin, hat die Stadt auf mich einen “anderen” Eindruck gemacht, als die Städte zuvor. Es gab nur wenige hohe Bauten, die meisten GebäudeIMG_1325 sind nur einstöckig. Die Hotels wurden schnellsten wieder aufgebaut und das alte Rathaus mit seinem zerstörten Turm steht mahnend im Zentrum. Aber die Stadt mit der grossen Plaza de Armas hat einen netten Eindruck hinterlassen. Pisco ist übrigens nicht nur der Name der Stadt, sondern so heisst auch das alkoholische Nationalgetränkt – welches ich in Form von “Pisco Sour” mit einem guten Bier probiert habe. Ferner habe ich von Pisco aus eine Tagestour zu den “Islas Ballestas” gemacht. Auf und um die Inseln sieht man tausende von Vögeln, die dort den Naturdünger “Guano” produzieren, Robben und Humboldtpinguine. Außerdem bekommt man mit dem “Candelabra” schon mal einen Vorgeschmack auf Nazca. Die Tagestour schloss mit einer Fahrt über die “Paracas Insel” ab – eine Wüsteninsel mit viel Sand – war für mich nicht so interessant, da ich die Kuestenwueste Perus bereits mehr als genug gefahren bin.
 
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Entlang der Panamericana ging es in Richtung Nazca – einer der Hauptgründe, warum ich wieder an die Küste gefahren bin. Die Wüste war heiss, staubig, ich hatte viel Gegenwind und es wurde vor Nazca gut hügelig. Einige Kilometer vor Nazca findet man an der Strasse das “Maria Reich Museum”. Maria Reich wurde in Dresden geboren und hat fast ihr ganzes Leben den Linien von Nazca gewidmet. Bis heute ist es aber noch keinem Wissenschaftler gelungen, zu ergründen, was die 2000 Jahr alten Linien, Formen und Geoglyphen genau zu bedeuten haben.
    
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Die Linien erstrecken sich auf einer Wuestenflaeche von 500 qkm, sie sind bis zu 20km lang und die Figuren mehrere hundert Meter groß. Die Panamericana wurde mitten durch die Linien gebaut und man merkt ueberhaupt nicht, dass man mitten durch die Geschichte fährt. Bis man einen Turm aus Stahl an der Strasse findet. Diesen habe ich erklommen und einen ersten Eindruck der Linien bekommen, die man nur aus der Luft sehen kann. Ich wollte aber noch etwas mehr sehen und habe darum einen 30minuetigen Rundflug über die Linien gemacht. Aus der kleinen Chessna hatte man einen faszinierenden Blick auf die Figuren im Wüstensand. Der Pilot hat das Flugzeug über jeder Figur in schräglage gebracht, damit man einen guten Blick auf die Figuren hat. Der Nachteil dieser akrobatischen Fliegerkunst: Mit war soooooooowas von übel, dass ich heilfroh war, als die Maschine wieder auf dem Boden stand.
  
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Auf den Bildern oben sind zu sehen: der Kolibrie (97 Meter groß), der Astronaut (35 Meter groß), der Affe (90 Meter groß) und Condor (135 Meter groß).
    
IMG_1507Am Nachmittag habe ich dann im Hotel die Niederlage der Deutschen gegen Italien mit ansehen müssen und das war am nächsten Tag durchaus ein großes Thema in den hiesigen Zeitungen. Die Peruaner sind sehr begeisterte Fußballfans und seit dem ich in Peru bin, weiss ich auch, dass Claudio Pizarro bei Werder Bremen spielt…(perdon: spielte !!)


In der Nähe von Nazca gibt es noch den Friedhof “Chauchilla”. Hier findet man mumifizierte Leichen, die um ca. 200 n. Chr. hier begraben wurden. Die Toten wurden sitzend und mit Blick nach Osten begraben (da hier die Sonne aufgeht). Ferner wurde den Toten wertvolle Grabbeigaben mitgegeben, damit sie im Jenseits etwas hatten. Neben Essen und Tonarbeiten war das auch Gold. Und dieses Gold hat Grabräuber angezogen, die die Gräber geplündert und die Mumien zerstört haben. Durch Sonne und Wind sind die mumifizierten Leichen in den offenen Gräbern dann zu Skeletten mit Kleidung geworden.
    
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Nächstes Ziel war dann die zweit größte Stadt Perus – Arequipa. Die Millionenmetropole wird auch als die “weisse Stadt” bezeichnet, da viele Bauten im Stadtzentrum aus weißem Vulkanstein erbaut sind. Mittelpunkt der Stadt ist die “Plaza de Armas” mit der grossen Kathedrale. Wenn man durch die Fußgängerzone schlendert, dann könnte man meinen, in einer deutschen Großstadt zu sein. Viele Geschäfte, Restaurants und Banken reihen sich aneinander. Ich habe auch ein Starbucks-Cafe entdeckt, in dem ich einige Stunden verbracht habe. Uebergluecklich war ich auch, als ich in einem Outdoor-Laden endlich eine neue Isomatte erstanden habe, in einem Radladen zwei “durchgedrehte Schrauben” an meinem Rad fachmännisch ersetzt wurden und ich eine neue Tasche für meine kleine Kamera in den Händen hielt. Arequipa ist auch der Ausgangspunkt für Touren zum Colca-Canyon, dem zweittiefste Canyon der Welt. Bei einer zweitägigen Trekking-Tour habe ich zusammen mit Lucy, Allan und Alex einen Eindruck von diesem gewaltigen Canyon bekommen. Wir haben Kondore gesehen, die majestaetisch durch die Luefte flogen und die “Terrassen der Incas” bestaunt. Eine lohnenswerte Tour, auch wenn ich am Tag darauf ganz schoen Muskelkater in den Beinen hatte – wandern ist halt doch was anderes als radfahren.
  
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Arequipa wird umringt von zwei Vulkanen. Dem Misti (5.825m), einem wunderschoenen Vulkankegel, und dem Chachani (6.075m). Letzterem wollte ich auf das Dach steigen, aber die Tour wurde abgesagt, da meine beiden Mitstreiter ploetzlich erkrankt sind. Wenn ich allein auf Tour gegangen waere, dann haette das mal eben 175 US $ mehr gekostet und das war mir dann doch zu viel. Das die Tour abgesagt wurde, war für mich Glueck im Unglueck, denn auch ich wurde ploetzlich krank und Montesumas Rache hat mich voellig aus der Bahn geworfen. Doch dank der Pharmacia, die ein paar gute Pillen für mich hatte, und der Fuersorge meines Herbergsvaters war das nur eine eintaegige Angelegenheit. Mein Herbergsvater Nino hat mir geraten, Tee zu trinken. Und wenn man hier Tee trinkt, dann ist das meistens Koka-Tee. Mit heissem Wasser werden Koka-Blaetter aufgekocht, die man hier ueberall legal kaufen kann. Wenn mir dann noch einer verraet, wie man daraus Koks macht, könnte das eine lukrative Nebenbeschaeftigung werden (grins).
   
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Nun geht es morgen – nach einem nicht geplanten Tag Zwangspause – weiter in Richtung Titicacasee und der Grenze zu Bolivien. Ich reise nun schon seit über sechs Wochen durch Peru und mir gefällt das Land sehr gut. Die Landschaft ist atemberaubend schoen und abwechslungsreich, es gibt viel zu entdecken und sehen. Auch wenn die Anden ganz schoen anstrengend sind, sind sie jeden Kilometer wert. Das einzige was ich an dem Land nicht mag, sind die Hunde und die nervtötenden hupenden Autos.
      
(Noch was in eigener Sache: Ich bin der deutschen Rechtschreibung noch mächtig, jedoch hat mein PC eine US-Tastatur und somit kein ae, oe, ue, oder ss - und die Rechtschreibepruefung bei Google macht heute mal wieder was sie will - aber nicht das, was ich will......)
    

Sonntag, 1. Juli 2012

1 Jahr

 01. Juli 2011 – 01. Juli 2012
 
Das sind 365 Tage oder 52 Wochen oder 12 Monate oder 1 Jahr.
 
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Heute vor genau einem Jahr bin ich zu meiner grossen Radtour von Alaska nach Feuerland gestartet. Ich kann mich noch genau an den ersten Tag in Anchorage erinnern – wie aufgeregt ich war und dass ich es kaum erwarten konnte, auf das Rad zu kommen.

Die Aufregung hat sich schon lange gelegt. Stattdessen ist jeden Tag staunen, entdecken und erleben angesagt.


   
Das schönste an der Tour ist das Entdecken neuer Länder und Kulturen, das ungewisse jeden Tag und die Treffen mit anderen Radfahrern. Man hat zwar einen groben Plan, aber der kann schnell IMG_0127über den Haufen geworfen sein: wenn man andere Menschen trifft, es etwas interessantes entlang der Strasse zu sehen gibt oder die natuerlichen Gegebenheiten der Landschaft (Berg, Wind, Hoehe) die Kilometer ohne Ende lang werden lassen.
   
Drei Dinge sind wirklich wichtig: radfahren, essen und schlafen – oder besser gesagt “Zurueck zu den einfachen Dingen des Lebens”, denn mehr braucht es nicht auf dieser Tour.
   
Dauerurlaub??? Nun, ich stehe seit Wochen mit der Dämmerung auf und sitze sehr früh auf dem Rad um ein gewisses Tagespensum zu schaffen. Aber es ist kein Beinbruch, wenn ich es nicht schaffe oder ich mir mal wieder überlege, doch einfach einen anderen Weg zu nehmen. Diese Freiheiten - Entscheidungen zu treffen und über den Haufen werfen zu können, zu fahren oder zu bleiben, zu pausieren oder zu radeln, ohne Stress und Konsequenzen unterwegs zu sein – sind es, die diese Tour zum erholsamen Urlaub machen. Die Ruhe der Menschen in Lateinamerika steckt an – und es wäre wünschenswert, wenn wir in Deutschland etwas davon mit hätten.
    
Viele Höhepunkte haben meinen Weg entlang der Panamericana geprägt.

Der Denali – Nationalpark mit dem Mt. Denali.

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Die Fahrt über die Golden Gate Bridge in San Francisco und die Tour durch America mit meinem Vater.

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Die Bahia California in Mexiko mit Wüste und Kakteen-Wäldern

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Der Lago de Atitlan in Guatemala
  
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Die Fahrt über den Äquator in Ecuador

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Die Besteigung von Cotopaxi und Chimborazo in Ecuador

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Oder die vielen Märkte in Lateinamerika, die eine einmalig tolle Atmosphäre haben...

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Das sind nur einige Highlights, die mir gut in Erinnerung geblieben sind. Natürlich habe ich mich immer auf Besuch aus der Heimat gefreut. So habe ich Stefan in Newport Beach getroffen oder Martin hat mich in Costa Rica fuer 14 Tage besucht. Ferner gab es auch ein Abendessen und ein kuehles Bier mit Inge und Heinz Niebur in Costa Rica.

Meinen uerspruenglichen Plan, die Reise in einem Jahr durchzuziehen, muss ich jedoch etwas verwerfen. Es wird länger dauern. Aber spätestens Ende Oktober bin ich wieder in Greffen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Eltern, die sich zu Hause um alles kümmern und mein wichtigstes Backoffice sind.

Danke an Mario, dem ich regelmäßig den Server mit Bildern meiner Reise vollpacken kann.

Danke für all die E-Mails, die mich mit Informationen aus der Heimat versorgen und mir immer wieder große Freude bereiten.

Danke an alle Blogleser. Mit mehr als 100 Seitenzugriffen am Tag freut es mich riesig, dass ihr Interesse an meiner Reise habt und diese so eifrig mitverfolgt. Für mich ist das immer wieder ein Ansporn, euch mit aktuellen Informationen zu versorgen.

In diesem Sinne – ich lasse von mir lesen und wir sehen uns spätestens Ende Oktober in Greffen.

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